Wichtrach/Bern

Heinz Mack

Licht im Blick – Blick im Licht

Arbeiten 1958 - 2018

2. Februar – 29. Juni 2019

Onlinekatalog

Diashow der Ausstellung

  • 01 RS1584 for PICABIA 1958 02

    Heinz Mack
    for PICABIA.

    Kunstharz auf Nessel 1958. 1958/66.
    100 x 120 cm.
    Obj. Id.: 80487

  • 02 RS650 wings of gabriel 1965 02

    Heinz Mack
    Wings of Gabriel.

    Aluminiumnetz, Plexiglas, Holz, Edelstahl
     1965. 205 x 164 x 10 cm.
    Obj. Id.: 80485


  • 03 RS1702 Vibration der Schatten 1959 02

    Heinz Mack
    Vibration der Schatten.

    Kunstharz auf Nessel 1959. 1959/19.
    79,5 x 101 cm..
    Obj. Id.: 80488

  • 04 RS2119 Rotor  Kinetik  Mirror-Rotation 2014

    Heinz Mack
    Mirror-Rotation.

    Rotor / Kinetik 2014. (Idee: 1960er Jahre).
    150 x 150 x 30 cm .
    Obj. Id.: 80433

  • 05 RS2127  Ohne Titel Rotor Kinetik 1970 02

    Heinz Mack
    Ohne Titel.

    Rotor / Kinetik 1970. (Entwurf 1960),
    151 x 151 x 43 cm
    Obj. Id.: 80430

  • 06 RS8617 Ohne Titel Aluminium 1968 2012 02

    Heinz Mack
    Ohne Titel.

    Aluminium, Wellenglas, Edelstahl, Holz,
    Motor 1968/2012. 60 x 90 x 40,5 cm.
    Obj. Id.: 80432

  • 07 RS853 Ohne Titel 2014 02

    Heinz Mack
    Ohne Titel.

    Plexiglas, Edelstahl 2014. (Replik einer Arbeit von 1963).
    300 x 45 x 6 cm.
    Obj. Id.: 80438

  • 08 RS7662 Skulptur Edelstahl Ohne Titel 2014 02

    Heinz Mack
    Ohne Titel.

    Edelstahl 2014.
    248 x 35 x 12,5 cm.
    Obj. Id.: 80490

  • 09 a RS7911 Skulptur  Stele Transparente Stele 1966 restauriert 2010

    Heinz Mack
    Transparente Stele.

    Plexiglas, Aluminium, Motor 1967 - 2010.
    302 x 55 x 55 cm.
    Obj. Id.: 80439

  • 10 RS8867 Zeichnung Tusche OhneTitel  2015 02

    Heinz Mack
    Ohne Titel.

    Tusche auf BĂĽttenpapier 2015.
    76 x 112 cm.
    Obj. Id.: 80454

  • 11 RS8866 Zeichnung Tusche Ohne Titel 2015 02

    Heinz Mack
    Ohne Titel.

    Tusche auf BĂĽttenpapier 2015.
    76 x 112 cm.
    Obj. Id.: 80453

  • 12 RS8861 Zeichnung Tusche Ohne Titel 2015 03

    Heinz Mack
    Ohne Titel.

    Tusche auf BĂĽttenpapier 2015.
    76 x 112 cm.
    Obj. Id.: 80455

  • 13 RS8854 Malerei Chromatische Konstellation Ohne Titel 2016 02

    Heinz Mack
    Ohne Titel (Chromatische Konstellation).

    Acryl auf Leinwand 2016.
    208 x 247 cm.
    Obj. Id.: 80441

  • 14 RS6977 Malerei  Chromatische Konstellation Ohne Titel 2017 02

    Heinz Mack
    Ohne Titel (Chromatische Konstellation).

    Acryl auf Leinwand 2017.
    147 x 133 cm.
    Obj. Id.: 80442

  • 15 RS8955 Ohne Titel Chromatische Konstellation 2012 02

    Heinz Mack
    Ohne Titel (Chromatische Konstellation).

    Acryl auf Leinwand 2012.
     66 x 73 cm..
    Obj. Id.: 80440

  • 16 RS7350 Malerei Chromatische Konstellation Ohne Titel 2017 02

    Heinz Mack
    Ohne Titel (Chromatische Konstellation).

    Acryl auf Leinwand 2017.
    212 x 219 cm.
    Obj. Id.: 80468

  • 17 RS4971 Malerei  Chromatische Konstellation  Ohn Titel 2016 02

    Heinz Mack
    Ohne Titel (Chromatische Konstellation).

    Acryl auf Leinwand 2016.
    52 x 59 cm.
    Obj. Id.: 80480

  • RS8843 Malerei Chromatische Konstellation Ohne Titel 2018 02

    Heinz Mack
    Ohne Titel (Chromatische Konstellation).

    Acryl auf Leinwand 2018.
    91,5 x 82,5 cm.
    Obj. Id.: 80478

Heinz Mack

Licht im Blick– Blick im Licht

 

Arbeiten 1958 - 2018

__________________________________________________________________________ 

 

„Das Paradies auf Erden schon zu Lebzeiten betreten“. Ein Satz von Heinz Mack. Mit seiner kürzlich gezeigten Ausstellung im Goethe-Museum Düsseldorf und dem begleitenden geradezu sagenhaften Katalogbuch „Taten des Lichts. Mack & Goethe“ ist er zumindest im Olymp angekommen. Tatsächlich ist das heutige Werk des inzwischen 87-Jährigen der Höhepunkt der Entwicklung seines gesamten Schaffens, kein Spätwerk – und wenn dann nur im allerbesten Sinne z. B. eines Monet – und auch keine späte Ableitung des Beginns in ZERO sondern eine Summa Artis seines gesamten so umfangreichen wie vielfältigen Werkes.

 

Dass wir zu diesem Zeitpunkt sein Werk in unseren Räumen zeigen können und dürfen, erscheint uns als besonderes Glück. Und dass wir den Mack-Kenner und -Verehrer Beat Wismer für den Text unseres Kataloges gewinnen konnten, ist ein ebensolches.

 

Es wird wohl gefragt werden nach unserer Begeisterung für Heinz Mack, die wir doch ausgewiesene Kirchner-, „Brücke“- und Expressionismus-Experten und die wir doch in der aus dem Vorkrieg in die 50er Jahre hinüberschwappende Abstraktion der Ecole de Paris oder des Tachismus aufgewachsen sind (die allerdings bereits in eine starke konkrete Ausprägung protuberierte).

 

Nun: Abgesehen von der Tatsache, dass grosse Kunst, ganz gleich, in welcher Zeit und in welcher Sprache oder welchem Stil sie formuliert wurde, immer zusammen passt, zeigen sich doch Anzeichen von vitae parallelae z. B. zwischen Kirchner und Mack sowohl biographisch wie kĂĽnstlerisch.

 

Beide waren Mitbegründer einer jeweils rund acht Jahre aktiven äusserst fruchtbaren Zusammenarbeit in einer weit in die Welt der Kunst hineinwirkenden Künstlergruppe, „Brücke“ die eine und ZERO die andere. Wenn diese beiden Labore künstlerischer Grundlagenforschung auch ein halbes Jahrhundert und zwei Generationen sowie das Erlebnis der Zerstörung eines grossen Teiles der Menschheit und sogar der Menschlichkeit, die den Darstellungsgegenstand weitgehend aus der Kunst entfernte, auseinander liegen, so gibt es doch auch künstlerische Übereinstimmungen z. B. mit Kirchner.

 

Der Meister des Lichtes - und somit der Farbe - Heinz Mack findet sich durchaus in dem, was Kirchner mit „Keiner hat diese Farben wie ich“ vorgedacht hatte, und in gleicher Weise die heftigen vibrierenden Strukturen eines Heinz Mack in Kirchners heftigen vibrierenden Zeichenstrichen und zerspleissenden Pinselhieben, wenn dieser auch noch Dinge durch sie beschrieb und darstellte, was Mack nach dem neuerlichen Beginn am absoluten Nullpunkt nicht mehr möglich war.

 

Gemeinsam ist zudem beiden Künstlern das „Schicksal“, mit schöner jedoch enervierender Regelmässigkeit auf ihre Anfänge in ihren jeweiligen Künstlergruppen hingewiesen, ja ihre Werke auf diese reduziert zu werden, was aus Gründen, die eingangs bereits erwähnt wurden, barer Nonsens ist. In beiden Fällen bauen die einzelnen Entwicklungsstufen des jeweiligen Gesamt-Werkes auf die vorhergehenden auf und führen zu immer höherer künstlerischer Erkenntnis. Wir müssen dieser Leistung des Genius nur vorurteilsfrei gewachsen sein.

 

Zu danken haben wir vielen, vor Allem und zunächst dem Meister des Lichtes und somit der Farbe Heinz Mack selbst für diese wunderbare Ausstellung. Dann seiner Frau Ute Mack für die exzellente und engagierte kuratorische Betreuung und Organisation der Ausstellung und des Kataloges, Beat Wismer für seinen ausgezeichneten Text, der Tochter Valeria Mack für ihre Assistenz, dem Kollegen Alexander Baumgarte, Galerie Samuelis Baumgarte Bielefeld, für die Idee und die Vermittlung dieser Ausstellung, den Kollegen Beck & Eggeling, welche das Frühwerk von Heinz Mack betreuen, für Ihr Wohlwollen, dem Grafiker Dominik Lanhenke für die Gestaltung des Kataloges, der Druckerei Oeding print, Braunschweig, für dessen Druck, in unserer Galerie Angela Mattioli (Registrar, Ausstellungsorganisation und Transporte), Hans Brubacher (Ausstellungstechnik und Transporte) sowie Nicolas Bischoff (Fotografie und Ausstellungstechnik).

 

Wir wünschen uns, dass diese Ausstellung trotz unseres, wie wir überraschenderweise immer mal wieder feststellen mussten, (selbst für Schweizer) „entlegenen“ Standortes, der allerdings durchaus leicht erreichbar ist und dessen Lichtfülle dem Werk von Mack sehr entgegenkommt, von vielen Besuchern gesehen wird.

 

Werden doch in dieser Ausstellung sechzig Jahre Entwicklung eines künstlerischen Weges vom absoluten Nullpunkt der physischen und psychischen Zerstörung aus dem (damals) alles überdeckenden Schwarz des Kohlenpottes Ruhrgebiet hinauf zur Sonne, zum Licht und seinen Kindern, den Farben, visualisiert.

 

Ingeborg Henze-Ketterer und Wolfgang Henze

 

Text zur 121. Ausstellung in der Galerie Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern

 

Galerie Henze & Ketterer
Kirchstrasse 26, CH 3114 Wichtrach
Tel. +41 (0)31 781 06 01
Galerie Henze & Ketterer & Triebold
Wettsteinstrasse 4, CH 4125 Riehen
Tel. +41 (0)61 641 77 77