Otto Mueller

Mutter und Kind II

1920
WERK Anfragen
Werkangaben

Lithografie

26 x 18,5 auf 33,3 x 26,8 cm.

Auf leicht gehämmertem gelblichem Velin. Unten rechts signiert und unten links mit "18" numeriert.  

Mit dem Trockenstempel «Verlag der Galerie Ferdinand Möller».

Karsch 107 II

Obj. Nr: 
67619
Preis auf Anfrage
WEITERE INFORMATIONEN

Exemplar 18 einer auf 30 Ex. in Heft 3/4 der Zeitschrift «Die Gäste», Verlag der Gäste Kattowitz 1921, angekündigten Auflage. Auch die Galerie Ferdinand Möller zeigte das Blatt als bei ihr erschienen an, daher der Prägestempel im linken unteren Papierrand des vorliegenden Exemplares.

Dargestellt ist die erste Frau von Otto Mueller, Maria (Maschka) Mayerhofer, die er 1905 heiratete und von der er sich 1921 scheiden liess, sowie der Neffe Eugen.

angaben zum künslter

Der deutsche Maler, Lithograph und bedeutende Vertreter des Deutschen Expressionismus Otto Mueller wird 1874 in Liebau, im damals preussischen Schlesien, geboren. Nach einer abgeschlossenen Lithographenlehre studiert Mueller Malerei an der Kunstakademie von Dresden sowie an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München unter Franz von Stuck, welches er jedoch abbricht, um sich autodidaktisch in der Malerei weiterzubilden. Insbesondere der Impressionismus, Jugendstil und Symbolismus sowie Werke von Hans von Marées, Arnold Böcklin und Wilhelm Lehmbruck üben Einfluss auf Mueller aus.

1910 ist Mueller Gründungsmitglied der «Neuen Secession» mit anderen Künstlern in Berlin und stellt in der Schau «Zurückgewiesene der Secession Berlin 1910» aus. Von 1910 bis 1913 ist Mueller Mitglied in der expressionistischen Künstlervereinigung «Brücke». Charakteristisch für sein Werk werden in dieser Folge eine einfache, flächige Formgebung, natürliche erdige Farbtöne in Kombination mit expressiven Konturen. Er arbeitet weiterhin mit Vorliebe mit Leimfarbe, die er seit 1908 für seine markanten schlanken Mädchengestalten verwendet, und auf Rupfen zu rauen Oberflächen verarbeitet. Im Gegensatz zu Kirchner, Heckel und Pechstein zeigen Muellers Bildmotive harmonische, lyrische und dekorative Tendenzen auf. Ein zentrales Thema seines Schaffens ist der Mensch in der Natur und der Akt vor Landschaft.

Nach seinem Einzug in den Ersten Weltkrieg übt Mueller ab 1919 und bis zu seinem Tod eine Professur an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau aus und verkehrt im Kreis der «Breslauer Künstlerbohème». Mueller stirbt 1930 in Preslau, Polen.