Otto Mueller

Zirkuspaar

1920-1921
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Werkangaben

Lithografie

26,3 x 19,1 cm auf 41 x 31,1 cm.

Auf chamois Velin. Eines von 100 Exemplaren.

Unten rechts monogrammiert.

Unten links mit dem Trockenstempel "Die Schaffenden".

Karsch 113 c

Obj. Nr: 
67971
Preis auf Anfrage
WEITERE INFORMATIONEN

Erschienen in gesamthaft 125 Exemplaren in «Die Schaffenden» Jg. III, Mappe 1, Verlag Gustav Kiepenheuer Weimar 1921.

Vgl. das Aquarell desselben Jahres und gleicher Komposition, von Lüttichau/Pirsig 757,  (Privatbesitz). Die in sich geschlossenen und so rührig-quirligen Welten des Zirkus und der Zigeunerlager waren unerschöpfliche Quellen für die Bilderwelt von Otto Mueller.

angaben zum künslter

Der deutsche Maler, Lithograph und bedeutende Vertreter des Deutschen Expressionismus Otto Mueller wird 1874 in Liebau, im damals preussischen Schlesien, geboren. Nach einer abgeschlossenen Lithographenlehre studiert Mueller Malerei an der Kunstakademie von Dresden sowie an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München unter Franz von Stuck, welches er jedoch abbricht, um sich autodidaktisch in der Malerei weiterzubilden. Insbesondere der Impressionismus, Jugendstil und Symbolismus sowie Werke von Hans von Marées, Arnold Böcklin und Wilhelm Lehmbruck üben Einfluss auf Mueller aus.

1910 ist Mueller Gründungsmitglied der «Neuen Secession» mit anderen Künstlern in Berlin und stellt in der Schau «Zurückgewiesene der Secession Berlin 1910» aus. Von 1910 bis 1913 ist Mueller Mitglied in der expressionistischen Künstlervereinigung «Brücke». Charakteristisch für sein Werk werden in dieser Folge eine einfache, flächige Formgebung, natürliche erdige Farbtöne in Kombination mit expressiven Konturen. Er arbeitet weiterhin mit Vorliebe mit Leimfarbe, die er seit 1908 für seine markanten schlanken Mädchengestalten verwendet, und auf Rupfen zu rauen Oberflächen verarbeitet. Im Gegensatz zu Kirchner, Heckel und Pechstein zeigen Muellers Bildmotive harmonische, lyrische und dekorative Tendenzen auf. Ein zentrales Thema seines Schaffens ist der Mensch in der Natur und der Akt vor Landschaft.

Nach seinem Einzug in den Ersten Weltkrieg übt Mueller ab 1919 und bis zu seinem Tod eine Professur an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau aus und verkehrt im Kreis der «Breslauer Künstlerbohème». Mueller stirbt 1930 in Preslau, Polen.